Das moderne japanische Schriftsystem besteht aus den Kanji -Zeichen, die als Logogramme für Ausdrücke oder auch Silben stehen, den Silbenschriften Hiragana und Katakana und dem lateinischen Alphabet, das in Japan als Romaji bezeichnet wird. Diese Schriftarten haben unterschiedliche spezifische Funktionen und werden in Alltagstexten parallel verwendet.
Im Japanischen werden die Wörter gewöhnlich ohne Leerzeichen aneinandergereiht und am Zeilen- oder Spaltenende an beliebigen Stellen ohne Bindestrich getrennt (nur nicht direkt vor einem Satzzeichen). Die Zeichen werden in gedachte Quadrate geschrieben: Anders als z. B. in der lateinischen Schrift, wo ein "i" viel schmaler ist als ein "m", erhält in der japanischen Schrift jedes Zeichen (einschließlich Satzzeichen) gleich viel Platz, rund um schmalere oder kleinere Zeichen bleibt also etwas mehr Leerraum.
Im traditionellen Japanisch wird von oben nach unten geschrieben, wobei die Spalten von rechts nach links aneinandergereiht werden. Diese Schreibrichtung findet heutzutage bei literarischenTexten, Zeitungen und Manga Anwendung. Hieraus ergibt sich auch, dass japanische Bücher und andere mehrseitige Druckwerke auf der (nach westlichem Verständnis) "falschen" Seite aufgeschlagen werden: sieht man auf die Titelseite, so liegt der Buchrücken rechts.
Bei Sachtexten und Texten, die viele Romaji enthalten, wird meist nach westlichem Vorbild in horizontalen Zeilen von links nach rechts geschrieben. Dies gilt auch für (waagerechte) Hinweisschilder.